Samstag, 29. Januar 2011

Arabische Träume – Mehr als ein Volk

Die Menschen in Tunesien, Ägypten oder Jemen demonstrieren. Sie wehren sich gegen Bevormundung und Unterdrückung. "Der Aufstand", schreibt die Süddeutsche Zeitung heute, "begann im Netz. Ohne Führer. Ohne Gesicht." Die Wut in den arabischen Staaten richte sich nicht gegen Amerika und den Westen. Sie richte sich gegen die heimischen Unterdrücker, die es versäumt haben sich auf das 21. Jahrundert und die Globalisierung einzulassen – auf die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung. Mit ihrer Wut haben die mutigen Demonstranten den Westen überrascht.

Die meist jungen Menschen haben es satt, die Accessoires des Aufstiegs in TV-Soaps zu bewundern, während sie sich selber keine Hochzeit leisten können. SIe wollen etwas Besseres essen, mehr als das Allernötigste, ihre Kinder auf gute Schulen schicken, eine Beufschance bekommen. Und: "Tief enttäuscht vom Westen und seinen Versprechungen halten sie jetzt ihre eigene Kultur hoch. Und die ist nun einmal in weiten Teilen islamisch."  (Thomas Avenarius in der SZ).

Die arabischen Nationen stehen vor einem Umbruch. Die Zukunft ist ungewiss. Wohin diese führt? Hoffentlich, zu einem Perspektivwechsel im Westen und in den arabischen Staaten zu Freiheit und Menschenrechten.


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